Wandelwege
Klärungshilfe
Verstehen, was Verständigung verhindert, bevor Lösungen entstehen.
Manchmal im offenen Streit.
Manchmal nach einem stillen Rückzug.
Oft wenn die Bereitschaft wächst, einander wieder zuzuhören.
Manchmal wie ein Pfad, der sich erst im gemeinsamen Gehen zeigt.
Ich begleite Mitarbeitende, Teams und Führungskräfte mit der Klärungshilfe dabei, Konflikte nicht vorschnell zu beenden, sondern zunächst zu verstehen. In einem klar strukturierten Prozess bekommen Fakten, Gefühle und Bedürfnisse ihren Platz. Alle Beteiligten werden gehört. So können festgefahrene Dynamiken sichtbar werden und neue Verständigung wachsen. Aus diesem Verstehen unterschiedlicher Wirklichkeiten heraus können tragfähige Lösungen entstehen.
Leitgedanke der Klärungshilfe:
Vergangenheit verstehen. Gegenwart klären. Zukunft planen.
„Was alle angeht, können nur alle lösen.“
Friedrich Dürrenmatt, Die Physiker
Wandelwege
Klärungshilfe
Begegnen. Verstehen. Gestalten.
Klärungshilfe – Hintergrund:
Konflikte entstehen selten allein durch unterschiedliche Meinungen. Häufig wirken Missverständnisse, unausgesprochene Erwartungen oder wiederkehrende Kommunikationsmuster im Hintergrund weiter. Je länger dies andauert, desto mehr verengen sich die Sichtweisen – Gespräche drehen sich im Kreis, finden gar nicht mehr statt oder alles eskaliert.
Die Klärungshilfe ist ein strukturiertes Verfahren der Konfliktklärung, das von dem Schweizer Psychologen Christoph Thomann in den 1980er Jahren entwickelt wurde. In enger Zusammenarbeit mit dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun entstand daraus ein eigenständiges Verfahren zur Mediation, das seit der ersten Buchveröffentlichung 1988 kontinuierlich weiterentwickelt und heute insbesondere auch in Unternehmen und Organisationen erfolgreich eingesetzt wird.
Anders als einige andere Mediationsverfahren zielt sie nicht darauf ab, möglichst schnell Kompromisse zu finden. Im Mittelpunkt steht zunächst das gemeinsame Verstehen: Was ist geschehen? Welche Erlebnisse, Verletzungen und Bedürfnisse wirken bis heute nach? Erst wenn diese Ebene ausreichend Raum bekommen hat, können tragfähige Lösungen entstehen.
Ich begleite diesen Prozess durch unvoreingenommenes Zuhören und allparteiliche Unterstützung im Dialog der Konfliktparteien. Ich sorge für einen geschützten Rahmen sowie eine klare Struktur, so dass jede/r zur eigenen Selbstklärung finden sowie sich mitteilen kann und gehört wird. Dabei geht es nicht darum, Schuldige zu suchen oder Positionen gegeneinander abzuwägen, sondern unterschiedliche Wirklichkeiten sichtbar werden zu lassen. Häufig verändert sich dadurch bereits die Atmosphäre – und neue Handlungsmöglichkeiten werden wieder denkbar.
Der Leitgedanke der Klärungshilfe lautet:
Vergangenheit verstehen. Gegenwart klären. Zukunft planen.
Durch meine langjährige Tätigkeit in Beratung, Recruiting, Personalführung und der Zusammenarbeit mit Unternehmen unterschiedlichster Branchen kenne ich viele der Spannungsfelder, in denen Konflikte entstehen können – von Führungsfragen über Rollenunklarheiten bis hin zu Belastungen in Veränderungsprozessen. Gleichzeitig bringe ich aus der Gestaltarbeit den Blick für das mit, was hinter den Positionen liegt: Gefühle, Bedürfnisse und Beziehungsmuster, die häufig den eigentlichen Kern eines Konflikts bilden. Gerade diese Verbindung aus Business-Erfahrung und Prozesskompetenz prägt meine Arbeit als Klärungshelferin.
Klärungshilfe – Ablauf:
Jede Konfliktklärung beginnt mit einer gründlichen Auftragsklärung. Gemeinsam klären wir das Anliegen, die Beteiligten und die Frage, ob die Klärungshilfe das passende Vorgehen ist.
Die eigentliche Klärung findet – je nach Situation – an zwei halben bis zu zwei ganzen Tagen in geeigneten Tagungsräumen Ihrer Region statt, die konzentriertes Miteinander außerhalb des Arbeitsalltags ermöglichen. Als Klärungshelferin halte ich als Prozessbetreuerin und Moderatorin den Rahmen und führe Schritt für Schritt durch den Prozess. Alle Beteiligten erhalten Raum, ihre Sichtweise darzustellen, einander zuzuhören und schrittweise die Dynamik des Konflikts besser zu verstehen.
Erst wenn ausreichend Verständnis entstanden ist, richtet sich der Blick auf die Zukunft: Welche Vereinbarungen sind jetzt sinnvoll? Was braucht es, damit Zusammenarbeit wieder möglich wird? An diesem Punkt entwickeln Sie Ihre nächsten Schritte – mit mir als Moderatorin.
Eine Nachbetreuung nach ca. 6 – 8 Wochen gehört für mich selbstverständlich dazu. In einem abschließenden Telefonat, persönlichen Gespräch oder maximal einer ähnlich umfänglichen Nachklärung überprüfen wir gemeinsam, wie tragfähig die vereinbarten Schritte im Arbeitsalltag geworden sind.